TPM3D kooperiert mit Rapi3D, um eine flexible SLS-Fertigungsplattform für Rapid Prototyping zu entwickeln

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Da Hersteller schnellere Lieferzeiten und eine stärkere Individualisierung fordern, verlagert sich der Fokus beim Rapid Prototyping von einfachen visuellen Modellen hin zu Funktionstests und Kleinserienfertigung. Das selektive Lasersintern (SLS) spielt bei diesem Wandel eine zentrale Rolle und bietet hohe Präzision, Materialvielfalt und stützfreie Fertigung.

TPM3D hat sich mit Rapi3D zusammengetan, um eine flexible Fertigungsplattform für den gesamten Prozess zu entwickeln, die additive und subtraktive Technologien integriert. Die Plattform ist darauf ausgelegt, schnelle und zuverlässige Prototyping-Services für Branchen wie die Automobil-, Medizin-, Robotik- und Luft- und Raumfahrtindustrie bereitzustellen.

Rapi3D-Büro


Skalierung mit industriellem SLS

Rapi3D, gegründet vom Materialwissenschaftler Dr. Taolei Wang, betreibt in Jiangyin, China, eine 2,000 Quadratmeter große Produktionsstätte mit einer vollständigen Produktionskette, die 3D-Druck und CNC-Bearbeitung umfasst. Das Unternehmen konzentriert sich auf schnelle Reaktionszeiten und kundenspezifische Fertigung.

Die TPM3D SLS 3D-Drucker P360 und P550DL wurden im Rapi3D-Werk installiert.

Um seine SLS-Fähigkeiten im Bereich Nylon zu stärken, setzte Rapi3D ein Cluster von TPM3D-Systemen ein:

  • Vier P360-Drucker für mittelgroße, hochpräzise Serienfertigung
  • Ein großformatiges P550DL-System für Teile bis zu 550 × 550 × 850 mm
  • Passende PPS-Pulverhandhabungssysteme für die automatisierte Reinigung, das Recycling und die Zuführung

TPM3D PPS Pulverhandhabungssystem für einen sauberen SLS-3D-Druckworkflow

Die Konfiguration ermöglicht es Rapi3D, die Produktionsmenge zu skalieren und gleichzeitig eine gleichbleibende Qualität zu gewährleisten. Kleinere Teile werden effizient auf den P360-Systemen gefertigt, während die P550DL große, integrierte Bauteile ermöglicht. Das geschlossene Pulvermanagement von TPM3D verbessert zudem die Materialausnutzung und senkt die Arbeitskosten.


Materialien für die funktionale Prototypenentwicklung

Rapi3D verwendet die technischen Pulver von TPM3D, um vielfältige Anforderungen im Prototyping zu erfüllen:

  • Precimid1172Pro (weißes PA12) für ausgewogene Festigkeit und Oberflächenqualität
  • Precimid1176Pro GF30 BLK (glasfaserverstärktes Nylon) für höhere Steifigkeit und Hitzebeständigkeit

Diese Werkstoffe eignen sich für Anwendungen von Medizingeräten bis hin zu Automobilkomponenten. PA12 wird häufig für langlebige, hochwertige Bauteile verwendet, während glasfaserverstärktes Nylon Funktionstests und große, hochpräzise Strukturen ermöglicht.

Großformatige, im SLS-3D-Druckverfahren hergestellte Nylon-Teile, produziert mit dem TPM3D P550DL-System


Vom Prototyp bis zur Produktion

Neben dem 3D-Druck betreibt Rapi3D über 100 mehrachsige CNC-Maschinen, die die präzise Bearbeitung von Kunststoff- und Metallteilen ermöglichen. In Kombination mit Oberflächenveredelungsverfahren wie Anodisieren und Galvanisieren bietet das Unternehmen einen kompletten Workflow – von der schnellen Prototypenerstellung bis zur Serienproduktion.

Dieser integrierte Ansatz aus „additiver und subtraktiver Methode“ ermöglicht eine Lieferung in nur 48 Stunden und trägt damit der wachsenden Nachfrage nach Geschwindigkeit und Flexibilität in der Produktentwicklung Rechnung.

CNC-Bearbeitungszentrum bei Rapi3D zur Unterstützung der Nachbearbeitung von 3D-gedruckten Teilen


Erweiterung der Rolle von SLS

Die Zusammenarbeit zwischen TPM3D und Rapi3D spiegelt einen breiteren Trend wider: SLS entwickelt sich von der Prototypenfertigung hin zur Kleinserienfertigung. Dank großformatiger Systeme, fortschrittlicher Materialien und automatisierter Pulverhandhabung können Dienstleister nun sowohl Geschwindigkeit als auch Skalierbarkeit bieten.

TPM3D erklärte, man werde die Zusammenarbeit mit Rapi3D fortsetzen, um die SLS-Anwendungen im Prototypenbau und in der Kleinserienfertigung auszubauen und so eine schnellere Produktiteration in der fortgeschrittenen Fertigungsindustrie zu unterstützen.

Bild von Vera Wang

Vera Wang

Vera Wang ist eine begeisterte 3D-Druckerin mit über vier Jahren journalistischer Erfahrung, die sich der Verbreitung der neuesten Innovationen im Bereich der additiven Fertigung verschrieben hat.

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